Südafrika

1910 wurde aus den bis dahin existierenden vier Kolonien Transvaal, Natal, Kapkolonie und Oranje-Freistaat die Südafrikanische Union gegründet. Um die afrikanische Bevölkerung und die Briten miteinander zu versöhnen, schlossen sich die South African Party und die Nationale Partei der Buren zur United Party zusammen. Einigung konnte aber dennoch nicht erzielt werden: Die National Party strebte eine strikte Rassentrennung an, die sie schließlich durchsetzen konnte und die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Apartheid führte. Als Konsequenz wurden verschiedene Gesetze erlassen, die das Land streng nach den Hautfarben trennten. In den nachfolgenden Jahren wurde u. a. die Anti-Apartheid-Bewegung African National Congress (ANC) verboten sowie der bekannteste Widerstandskämpfer Nelson Mandela ins Gefängnis gebracht. Erst 1990 begann die National Party, die Rassentrennung nach und nach abzuschaffen. Am 27. April 1994 (Freedom Day) fanden zum ersten Mal für alle Bewohner des Landes freie Wahlen statt, die zu einem überragenden Wahlsieg des ANC führten. Nelson Mandela, mittlerweile aus dem Gefängnis entlassen, wurde zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt. [...]

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